Mit 22 Jahren „Verspätung“ lebt Isabell heute das Leben, das sie immer wollte. Nur die Vorstellung wie sie dahin kommt, hat sich über die Jahre drastisch geändert.
Ein Beruf von der Wiege bis zur Bahre so bin ich und so ist auch sie groß geworden. Nur hat das mit unserer Lebensrealität und der Schnelligkeit unserer Zeit wenig zu tun. Das sie heute als Strickdesignerin ihre eigenen Entwürfe vermarktet, eine gefragte Dozentin für Strickkurse weltweit ist und daran immer noch Spass hat – das konnte sie so nicht vorhersehen.
Ich habe sie gefunden über Ravelry, ein Online-Portal für Strickverrückte. Das hat mich auf den Gedanken gebracht sie zu interviewen, weil ich den Menschen hinter dem Design kennenlernen wollte.
Selbständig zu arbeiten, heisst auch wieder und wieder zu springen – ins Ungewisse. Mit der Zeit fällt das leichter. Eine Restanspannung bleibt jedoch und vielleicht ist das ja auch gut so. Isabell ist den Zeichen in ihrem Leben eher zögerlich, wie sie selbst sagt, gefolgt und doch da gelandet, wo sie immer hinwollte – ganz ohne Plan.
Ich habe ein bisschen über Designdenken gelernt. Aus diesem Blickwinkel habe ich Strickanleitungen nie betrachtet. Das Linkshänder alles umgedreht machen, ist eigentlich klar. Aber warum sind Strickanleitungen dann nur für Rechtshänder geschrieben? Allein der Gedanke verursacht einen Knoten in meinem Hirn…
Ihr findet Isabell online vor allem hier: https://www.instagram.com/lilalu72/
Viel Spass beim Hören!
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